Das Virus hält uns den Spiegel

Aktuell wird allenthalben über die ach so furchtbaren Folgen der »Corona-Krise« und der »Lockdown«-Beschränkungen lamentiert.

Man muss sich das mal vorstellen: Wir verlieren wahrscheinlich sechs oder vielleicht sogar sieben Prozent von unserem Überfluss. Wir müssen bestimmt alle bald sterben – also das sowieso, aber jetzt erstmal wegen der furchtbaren Krise.

Was leider viel zu wenig oder gar nicht diskutiert wird – zumindest nicht in den einschlägigen offiziellen »Medien« – ist die Fragestellung, was uns diese Pandemie alles so aufzeigt.

Weshalb gab es denn den Aufschrei, als die Kinder nicht mehr in die »Kindereinrichtungen« durften und weshalb kann es jetzt nicht schnell genug gehen, dass wir unsere Kinder wieder outsourcen?

Es offenbart sich, dass unsere Kinder (in den meisten Fällen) nur noch Familienanhängsel sind, die eben »da sind« und nun, da wir auf unsere Verantwortung als Eltern zurückgworfen wurden, sind wir nicht glücklich, mehr Zeit mit unseren Kindern verbringen zu dürfen – was wir ja immer so wortreich bedauern, wenn wir dem Geld nachjagen, um das nächstgrößere Auto leasen und die nächstfernere Flugreise buchen zu können – nein, wir sind überfordert, mit unseren eigenen Kindern umzugehen und halten es nicht länger als einige Tage mit ihnen aus.

Unsere Kinder sind uns völlig fremd, denn wir sind mit und vom Arbeiten überstresst und verbringen zuviel Zeit mit Netflix, unserem »Smartphone« und anderen unverzichtbaren Dingen.

Die Schule ist für uns ein schwarzes Loch, von dem wir nicht (mehr) verstehen – oder es einfach gar nicht mehr wissen wollen – was dort geschieht. Nun soll(t)en wir unseren Kindern helfen, Schulstoff zu Hause zu erarbeiten – und versagen kläglich.

Hilflos kreischen wir, dass die Schulen und Kitas schnellstmöglich wieder zum Normalbetrieb übergehen sollen – als ob die Sache mit dem Virus nun vorbei sei. Nein, Verzeihung, das ist und war ja alles gar nicht so schlimm, wie es uns weisgemacht wurde…

Die Psychologen warnen lauthals, dass eine Welle der Verzweiflung durchs Volk schwappt und dass wir eine Flut von behandlungswürdigen (oder -pflichtigen?) psychischen Störungen bekommen werden, weil die Menschen daheim eingesperrt und ihnen jeder Sozialkontakt verboten wurde.

Endlich mal Zeit, mal zuhause aufzuräumen, was zu lesen, den Garten neuzugestalten oder einfach mal auszuruhen?

Fehlanzeige!
Wir werden aufs Schrecklichste in unseren Grundrechten beschnitten!

Ja, man kann immer alles von zwei Seiten sehen: Für die Einen ist das Glas halbvoll und für die Anderen ist das Glas halbleer.

Fakt ist: Wir bekommen vom Virus gezeigt, dass uns Dinge lebenwichtig scheinen, die bei Licht und mit Vernunft betrachtet nichts sind, als nutzlose Hirnvernebelung oder umweltzerstörerischer Blödsinn.

Die lebenrettenden Krankenpfleger/innen bekommen Beifall
und die umweltzerstörende Lufthansa bekommt 9 Milliarden Euro.

Wer findet den Fehler?!

Wie ich bereits in den Artikeln »Wahlwarnung« und »Weshalb eine CO2-Steuer falsch ist« schrieb:

Wir werden von Gefährdern regiert.

Unsere Regierung (wie auch die Regierungen der anderen sogenannten »hochentwickelten Industrieländer«) gefährdet
– den inneren sozialen Frieden,
– die natürliche Artenvielfalt,
– den Weltfrieden,
– die Reichweite der natürlichen Rohstoffe,
– das Klima,
– die Menschenwürde.

Sie beschützen
– die Umweltzerstörer,
– die Sklaventreiber,
– die Steuerhinterzieher,
– die Rohstoffdiebe und -hehler,
– die Nahrungsvergifter,
– die Geldfanatiker und Zinsextremisten,
– die Menschenverachter.

Sie, diese Regierungen, sind die Gefährder.

Denn sie lassen die gewähren, die unsere Würde verletzen und unsere Welt zerstören.

Dabei müssten sie doch – gemäß ihrer Amtseide –
– den Zerstörern enge Regeln auferlegen, um Schaden zu verhindern,
– den Vernichtern verbieten, was schädlich wirkt,
– die Kleinen vor den Großen, die Wenigen vor den Vielen, die Schwachen vor den Starken schützen,
– die Verachter lehren, dass Würde nicht verhandelbar ist.

Unterlassung ist auch Schuld.

Und wir lassen uns das gefallen.

Und wir machen mit – unser Beifall für die nun neu entdeckten »eigentlich systemrelevanten« Pfleger/innen und Verkäufer/innen, Müllmänner und Reinigungskräfte ist nichts als Heuchelei, denn was ist das Wichtigste zurzeit?

Richtig: Wohin kann ich in den Urlaub reisen?!

Unser Zuhause ist so schrecklich, dass wir gar nicht oft und weit genug weg fliehen können.
Aber man muss Verständnis haben, es ist ja auch notwendig. Schließlich müssen ja die armen Menschen in den Tourismusgebieten auch »von irgendwas leben«.

Was zeigt uns das?

In den Tourismusgebieten (und da meine ich jetzt ausdrücklich die inländischen) sind die Menschen nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen – sie sind inzwischen zwingend auf das Einkommen aus den Einnamen des Tourismus angewiesen.

Das ist so ziemlich das Gegeneil von »Resilienz« (Widerstandfähigkeit) einer Gesellschaft.

Wenn es nicht so furchtbar wäre, könnte man sich darüber totlachen: Einerseits stöhnen die Einheimischen über die lauten und frechen und überhaupt viel zu vielen Touristen und gleichzeitig haben sie jede Form der regionalen Versorgung aufgegeben, weil es nur noch ums Geld geht und nicht mehr ums Leben, um uns selbst und unsere Nächsten.

Da kommt ein kleines Virus daher und zeigt uns mal so richtig, was wir alles falsch machen und was passiert: Es merkt kaum Einer, Niemand spricht/schreibt darüber (in den »Medien«) und die weit überwiegende Mehrheit interessiert es einen Scheiß.

Um den Flug nach Malle gehts – der Rest ist doch wumpe.

Was ist jetzt das Wichtigste?

Richtig: Die Wirtschaft muss schnellstmöglich wieder dorthn, wo sie vor der Pandemie war.

Noch besser wäre aber »Überholen, ohne einzuholen.« – ein richtig »großer Sprung« wäre toll.

Und was sich jetzt für Möglichkeiten bieten, da wir ja jetzt endlich gelernt haben, wie wichtig Digitalisierung ist und dass wir aber jetzt ganz wirklich ganz Deutschland mit Superduperbreitnetzanschlussverbindungen verfunken und verkabeln, ganz ganz wirklich – das ist einfach großartig.
Und sowieso: Die App wird uns alle retten… vor allem die mit den feuchten Träumen einer Totalüberwachung, -gleichschaltung und -disziplinierung.
Alle Welt schimpft über die Menschenrechtsverletzungen der Chinesen und pilgert zum heimlichen Überwachungssoftwareeinkaufsbummel nach Israel…

Bargeldloses Bezahlen und »Social Credits« sind die besten Mittel, um ohne offensichtliche Gewalt Menschen zu unterwerfen – und zwar total.

Der dumme Plebs macht freudestrahlend mit – und die Mächtigen kommen nachts vor Lachen nicht in den Schlaf.

Besser kann das mit dem Virus ja gar nicht laufen.

So, jetzt hast du Freischuss und darfst mir deine Meinung geigen – nutz dafür bitte die Kommentarfunktion oder schreib mir eine E-Mail – herzlichen Dank dafür vorab.

[Fortsetzung: »Schelte aus dem Spiegel – Teil eins«]

Viele Grüße
Detlef Jahn

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2 Gedanken zu „Das Virus hält uns den Spiegel“

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